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In einem herrschaftlichen Haus am Meer soll eine Hochzeit stattfinden. Hinten, im dunklen Betriebshof, wird geliefert, geputzt, geräumt, bewacht und entsorgt. In einer poetischen Melange aus bitterer Tragik und düsterem Slapstick geben die liebenswerten Charaktere ihr Bestes, um die reibungslose Versorgung des prächtigen Hauses am Meer zu sichern. Dazu verurteilt, schwach zu bleiben, kämpfen sie um ihre Würde und den Respekt der Starken und Reichen.
Aber plötzlich ist das Meer verschwunden und es bleibt nur eine Wüste aus Sand und Stein. Für einen Augenblick steht alles still. Doch die Musik spielt lauter, das Fest der Liebe soll weitergehen.
FESTE ist ein Märchen ohne Worte für Erwachsene.
Eine tragikomische Geschichte über die Jagd nach dem individuellen Glück – hinter der sich jedoch noch mehr verbirgt: Gleich den Engeln von Paul Klee, bezeugen die Masken mit ihrer stillen Unbeweglichkeit den tosenden Wahnsinn des Fortschritts.

„Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst.“ (Walter Benjamin)

Presse

Wer sagt eigentlich, dass man für so etwas wie den alltäglichen Klassenkampf gleich die rote Fahne schwenken muss? Wenn sich die wunderbare Theatergruppe Familie Flöz in der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater dieses Thema annimmt, genügen ein Paar giftige Blicke und hämische Gesten. […] Alle wissen dass die Reichen immer reicher werden und die Müllberge bis in de Himmel wachsen. Man hört es nicht gerne, sieht es aber hier begeistert und beglückt!

 

BERLINER ZEITUNG

Schnell ist klar, dass der Titel FESTE doppeldeutig genutzt wird. Für das Hochzeitsfest, und für die Festung, hinter deren höhen Mauern man das Meer rauschen hört, aber es nicht sieht. Ein Symbol für die "Festung Europa“, die sich gegen Fremde abschottet. Dennoch kommt die Inszenierung nicht als politisch-moralisch Aufklärungsstück daher, sondern ist  in jeden Moment zutiefst menschlich und berührend.“ 

 

BERLINER MORGENPOST

Eine ganz tolle Einheit aus Figurenspiel und Musik, wahnsinnig vielfältige Ideen und Geschichten, immer wieder neue Wendungen – das ist wirklich pralles Leben, da auf der Bühne. [...] Und der Wahnsinn ist, diese vielen Figuren werden von nur drei Schauspielern auf die Bühne gebracht!

 

rbb KULTUR

Es findet sich auch in dieser atmosphärisch starken Flöz-Inszenierung wieder die schwermütige typische Poesie mit ihrem leisen Zauber, der sich hier in der menschlichen Tragik verbirgt und der dennoch alles zum Guten wenden kann. Es gelingt der Familie Flöz mit ihren unbeweglichen und scheinbar starren Gesichtern erneut, sich vor den Abgründen des Lebens zu retten und doch noch so etwas wie das Glück auch angesichts des drohenden Untergangs zu finden.

 

WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Man mag es kaum glauben: da stehen am Schluss tatsächlich nur drei Schauspieler auf der Bühne, ein kleiner, ein mittelgrosser und ein hochgewachsener. […] Wie eigentlich immer, wenn das Maskentheater Familie Flöz im Duisburger Theater gastiert, war auch dies mal das Publikum im ausverkauften Theater hellauf begeistert. Der Schlussbeifall, der nicht nur den drei genialen Darstellern auf der Bühne, sondern dem gesamten Ensamble galt, ist ein vielversprechender Startschuss für die Produktion...

 

RP ONLINE

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Termine
Oktober 2021
28.10
Singen | de
29.10
Stuttgart | de
November 2021
05.11
Duisburg | de
11.11
Langenthal | ch
12.11
Wil | ch
Dezember 2021
21.+22.12
Graz | at
24.-30.12
Graz | at
Februar 2022
26.02
Wolfsburg | de
März 2022
25.-31.03
April 2022
01.-03.04
CREDITS

FESTE
ist eine gemeinsame Produktion von Familie Flöz, Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg und Lessing Theater Wolfenbüttel.
Gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

von: Andres Angulo, Björn Leese, Johannes Stubenvoll, Thomas van Ouwerkerk, Michael Vogel
mit: Andres Angulo, Johannes Stubenvoll, Thomas van Ouwerkerk
Regie: Michael Vogel
Co-Regie: Björn Leese
Masken: Hajo Schüler
Kostüme: Mascha Schubert
Bühnenbild: Felix Nolze (rotes pferd)
Musik: Maraike Brüning, Benjamin Reber
Song "Hold on“: Marlena Käthe
Lichtgestaltung: Reinhard Hubert
Sound Design: Dirk Schröder
Produktionsleitung: Gianni Bettucci
Administration: Doren Gräfendorf
Regiesassistenz: Heleen Klooker